Ollis Kolumne auf SPOX.com
19. September 2009 Auf geht's zum Roggisch!
08. Juli 2009 Oli vs. ABT R8 auf dem Hockenheimring
13.Januar 2009 Unsere Männer für die WM
10.Januar 2009 „Tackern ist nicht schlimm“
10.Dezember 2008 „Wir lernen es einfach nicht“
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19.September 2009 - Auf geht's zum Roggisch!
Eine Gaudi der besonderen Art bietet am Rande der Wiesn' das Schuhhaus Görtz in der Sendlinger Str. 41 in München. Am Samstag, den 19.09.09,
wird sich am dortigen Store Oli Roggisch, Handball-Nationalspieler und Abwehrchef der Rhein-Neckar-Löwen, zwischen 17 und 18 Uhr
als Schuhverkäufer bewähren.
Nicht nur Handball-Fans sind willkommen!!!
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08. Juli 2009 - Oli vs. ABT R8 - Oli fährt wieder Auto...
Oliver fährt wieder Auto. Nach seiner Fahrt im Audi 60 L fährt er jetzt den Abt Audi R8 mit 560 PS auf dem Hockenheimring... Der Oli halt...
Die ganze Sendung am 12.Juli um 17 - 18 Uhr auf VOX. Ein Muss für alle Oli Fans! ;)
Hier könnt ihr euch schon mal die ersten Eindrücke von Oli's Einsatz auf dem Hockenheimring holen.
Begeisterte Oli Fans können zudem auch seine Renn-Jacke gewinnen. Den Link findet ihr am Ende des Trailers.
Viel Spaß und viel Erfolg beim Gewinnspiel!!
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13.Januar 2009 Unsere Männer für die WM
Liebe Handball-Freunde,
kribbelt es bei Euch schon? Bei uns ist die Vorfreude auf die WM jetzt riesengroß. Wir sind Titelverteidiger, aber wir haben eine junge Mannschaft und keinen großen Druck.
Wir wollen und können jedes Spiel gewinnen. Wenn es gut läuft, werden wir ein Wörtchen mitreden.
Vor allem, weil der Teamgeist schon wieder super ist. Heiner Brand holt nur Typen dazu, die passen. Das sind alles Jungs, die auf dem Teppich geblieben sind.
Und jetzt stelle ich Euch unser Team mal ein bisschen genauer vor.
Torhüter
Johannes Bitter (HSV Hamburg, 26 Jahre): Jogi ist ein absoluter Weltklasse-Keeper und unsere klare Nummer eins. Er spielt eine unglaublich konstante Saison in Hamburg und hatte schon einige Spiele, wo er einfach alles gehalten hat. Er kann Spiele alleine gewinnen. Ich hoffe, er kann ein ähnliches Turnier spielen wie bei Olympia - da war er schon sehr stark.
Carsten Lichtlein (TBV Lemgo, 28 Jahre): Lütti war so lange die Nummer drei und jetzt ist er endlich mal als zweiter Mann dabei! Das freut mich wahnsinnig, weil es sicher nicht einfach war, immer hinter Jogi und Henning Fritz der undankbare Dritte zu sein. An einem guten Tag kann er wie Jogi auch alles entscheiden. Mit Silvio Heinevetter haben wir noch den Mann der Zukunft in der Hinterhand. Aber ich denke, dieses Mal ist Lütti dran.
Linksaußen
Torsten Jansen (HSV Hamburg, 32 Jahre): Toto ist seit Jahren unsere Granate auf Linksaußen. Spielt seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau. Unser erster Siebenmeterschütze. Nicht nur deshalb sehr wichtig für uns. Er strahlt auch eine innere Ruhe aus und ist in der Abwehr auf der Halbposition ein wichtiger Baustein.
Dominik Klein (THW Kiel, 25 Jahre): Sicherlich der Überflieger der letzten Jahre. Sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft. Hat ja mit Kiel schon alles gewonnen. Hat eine unglaubliche Entwicklung hinter sich. Ist auf einem guten Weg, ein Superstar zu werden.
Linker Rückraum
Pascal Hens (HSV Hamburg, 28 Jahre): Pommes war natürlich der große Pechvogel mit seinen Verletzungen. Ich drücke ihm die Daumen, dass es jetzt mal sein Turnier wird. Wenn er fit ist, gehört er zu den besten Halblinken der Welt. Das ist völlig klar. Er übernimmt Verantwortung, wenn es darauf ankommt. Ihn brauchen wir, wenn wir etwas reißen wollen.
Lars Kaufmann (TBV Lemgo, 26 Jahre): Man muss ihn nur anschauen. Er ist der Top-Athlet schlechthin. An einem guten Tag schraubt er die Dinger aus zehn Metern in den Winkel. Solche Jungs braucht man. Als Alternative steht noch der talentierte Sven-Sören Christophersen parat.
Mitte
Michael Kraus (TBV Lemgo, 25 Jahre): Mimi hat auch eine Riesen-Entwicklung gemacht. Er ist nicht mehr der Bravo-Boy. Das hat ihm, glaube ich, sowieso nie so gefallen. Er hat sich viele Gedanken gemacht, warum manches vielleicht nicht so lief, und ist sehr seriös geworden. Er ist auf einem sehr guten Weg. Was er kann, wissen wir alle. Das hat er ja schon oft genug gezeigt.
Martin Strobel (TBV Lemgo, 22 Jahre): Ich habe schon immer sehr viel von ihm gehalten. Es freut mich, dass sich sein Wechsel nach Lemgo so ausgezahlt hat. Unter Markus Baur bekommt er viele Spielanteile. Er wird in Zukunft auch international auf sich aufmerksam machen. Stark im 1-1, guter Schlagwurf, steht gut in der Abwehr - ein klasse Typ mit viel Potenzial.
Rechter Rückraum
Holger Glandorf (HSG Nordhorn, 25 Jahre): Unser torgefährlichster Spieler im 1-1. Unglaublich dynamisch. Starker Wurf. Sein Körper ist ja nicht der stärkste, aber wie er dennoch immer in die Nahtstellen geht und sich durchsetzt, ist echt beeindruckend. Gehört in Europa ohne Zweifel zu den Top-Spielern auf seiner Position.
Michael Müller (TV Großwallstadt, 24 Jahre): Ich habe ihn in den letzten Jahren verfolgt und er hat sich auch wahnsinnig weiterentwickelt. In Großwallstadt bekommt er die Spielanteile, die ein junger Spieler braucht. Er ist einer, der sich keinen Kopf macht, sondern einfach sein Spiel spielt. Ich traue ihm eine gute Rolle zu.
Rechtsaußen
Christian Sprenger (SC Magdeburg Gladiators, 25 Jahre): Wenn die Verletzungen nicht gewesen wären, wäre er schon jetzt ein absoluter Superstar. Sprengi ist einer der schnellsten Spieler der Liga, er hat einen flexiblen Wurf und spielt sehr konstant in Magdeburg. Wirft dort mittlerweile auch Siebenmeter. Immer im Schatten von Florian Kehrmann zu stehen, ist nicht so schön, jetzt bekommt er seine Chance. Das freut mich für ihn.
Stefan Schröder (HSV Hamburg, 27 Jahre): Auch sehr schnell und gut für Tempogegenstöße zu gebrauchen. Hat viele Wurf-Varianten drauf, unter anderem einen super Dreher und Leger.
Kreis
Sebastian Preiß (TBV Lemgo, 27 Jahre): Unser erster Kreisläufer und mein Partner im Abwehrblock. Hat jetzt auch schon einige Turniere gespielt und die nötige Erfahrung. Zudem hat er in Lemgo einen guten Lauf. Das Selbstvertrauen müsste da sein. In Lemgo deckt er an der Seite von Daniel Kubes, das hat ihm noch mal einen Schub gegeben.
Jens Tiedtke (TV Großwallstadt, 29 Jahre): Er hatte ein richtig schweres letztes Jahr mit seinem Gehirntumor. Umso großartiger ist es, wie er zurückgekommen ist und gleich wieder wie eine Bombe eingeschlagen hat. Ein toller spielerischer Kreisläufer mit einem guten Wurf.
Die WM kann losgehen, drückt uns die Daumen!
Euer Oliver Roggisch
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10.Januar 2009 „Tackern ist nicht schlimm“
Liebe Handball-Freunde,
jetzt, da die nächste WM fast schon wieder vor der Tür steht, denken viele natürlich nochmal an unseren großen Erfolg vor zwei Jahren zurück.
Für alle, die den Kino-Film "Projekt Gold" gesehen haben, muss ich hier mal eins sagen: Tackern ist nicht schlimm.
Die Szene, in der ich getackert wurde, sieht im Film mit dem Blut noch dazu viel heftiger aus, als es eigentlich war.
Nur ein kurzer Schmerz
Eine Betäubungsspritze tut genauso weh, wie das Tackern, deshalb habe ich auch gleich gesagt: Jungs, das machen wir ohne Betäubung. Das ist dann mal ein kurzer Schmerz, aber danach ist es wieder okay. Außerdem ist man während eines Spiels so mit Adrenalin vollgepumpt, dass man sowieso nicht viel spürt. Es ist unangenehm, klar, aber es war im Endeffekt halb so wild.
Wenn man Kreisläufer ist und im Abwehrblock steht, kriegt man einfach des Öfteren mal etwas ab. Das ist ganz normal. Man hat immer Kontakt mit dem Gegner und das macht auch Spaß, wenn man eine Kampfsau ist.
Ich spiele ja seit längerem nur noch selten im Angriff. Das hat sich so entwickelt bei mir. Ich habe als Jugendlicher auf halblinks angefangen, weil ich in jungen Jahren schon ziemlich groß war, und ich habe es auch in die Süddeutsche Auswahl geschafft.
Der Weg zum Abwehrchef
Ich habe in Schutterwald trainiert und als der etatmäßige Kreisläufer ausgefallen ist, hat man einfach den Roggisch da hingestellt. Gleich im ersten Freundschaftsspiel habe ich sieben Tore geworfen und so bin ich am Kreis geblieben.
Als ich dann später von Göppingen nach Essen gewechselt bin, war es klar, dass ich hinter Dimitri Torgowanow im Angriff nicht viel spielen könnte. Ich fand die Aufgabe, mit einem Idol von mir in der Abwehr zusammen zu spielen, aber so reizvoll, dass ich es trotzdem gemacht habe.
Ich habe dann zwei Jahre fast gar nicht in der Offensive gespielt, für die Top-Teams hätte es nicht mehr gereicht. So ist es gekommen, dass ich zum Abwehrspezialisten geworden bin. Das ist meine Stärke. Und dadurch, dass ich im Angriff Pausen habe, kann ich immer 110 Prozent geben. Ich bin absolut happy damit, dass ich mich auf den Abwehrchef konzentriert habe.
Karriereende noch lange nicht in Sicht
Dass die harte Abwehrarbeit die eine oder andere Verletzung mit sich bringt, ist logisch. Ich habe nicht Buch geführt, aber da kommt schon was zusammen: Strecksehnenrisse am Finger, alle Bänder in beiden Sprunggelenken durch, die Nase viermal gebrochen. Und eine Nasen-OP ist wirklich das Schlimmste, was man sich vorstellen kann, glaubt es mir.
Einzig mit meinen Knien habe ich eigentlich Glück gehabt bis jetzt. Ich hoffe, das bleibt auch so. Ich habe nämlich schon vor, noch lange zu spielen. Auf jeden Fall solange ich meinen eigenen Ansprüchen noch gerecht werde und ich meiner Mannschaft helfen kann.
Bis 36 denke ich, dass ich weitermache. Wenn es gesundheitlich gut läuft, dann auch gerne länger, so wie es Blacky Schwarzer vormacht.
Da muss man von Jahr zu Jahr schauen und in sich hineinhorchen. Wenn der Zeitpunkt kommt, dass man aufhören sollte, merkt man das sicher. Aber wie gesagt, noch ist das weit weg.
Bis zum nächsten Mal.
Euer Oliver Roggisch
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10.Dezember 2008 „Wir lernen es einfach nicht“
Liebe Handball-Freunde,
als ich vor dem Spiel in Wetzlar am vergangenen Wochenende auf die Tabelle geschaut habe, war mir eines klar: Für uns bei den Rhein-Neckar Löwen ist trotz der Probleme, die wir in dieser Saison schon hatten, noch viel drin.
Jetzt ein Sieg in Wetzlar, dann geht noch was. Das hat unser Coach Wolfgang Schwenke uns auch vor dem Spiel nochmal gesagt. Leider hatten wir trotzdem wieder einen Aussetzer und haben verloren.haben verloren. Wir lernen es einfach nicht.
Natürlich war es kein einfaches Spiel, zumal wir vorher noch in der Champions League in Polen unterwegs waren und wenig Pause hatten, aber du musst so ein Spiel trotzdem gewinnen. Egal wie.
"Versuche, alle heiß zu machen"
Was wir gerade in der ersten Hälfte kämpferisch gebracht haben, war viel zu wenig. Wir sind in Gegenstöße gerannt und lagen zur Pause schon weit hinten. Das Schlimme war, dass wir dann in der zweiten Halbzeit kurz mal unser wahres Gesicht gezeigt haben, aber in der Schlussphase die Big Points nicht machen konnten. Es war ein ganz herber Rückschlag für uns.
Zu dem Vorwurf, dass es bei uns manchem Spieler an der Einstellung und an Leidenschaft fehlt, kann ich nur sagen, dass ich immer versuche, alle heiß zu machen.
Leider gelingt mir das an manchen Tagen nicht bei allen. Einige mögen introvertierter sein als ich, aber die kämpferische Einstellung muss trotzdem stimmen.
Das sind alles gute Handballer bei uns, alles Nationalspieler - wenn wir immer 100 Prozent bringen würden, sähe es in der Tabelle sicherlich anders aus.
Schnee-Chaos auf der Rückreise
Zu allem Überfluss sind wir dann auch noch bei der Rückreise ins Schnee-Chaos gekommen. Unser Torwarttrainer Maros Kolpak ist mit dem Auto stecken geblieben. Wir mussten dann auf der Raststätte auf ihn warten.
Klar, dass ich nach solchen Niederlagen richtig angefressen bin. Ich habe in der Nacht wenig geschlafen, am nächsten Morgen war dann schon um 8 Uhr Video-Analyse.
Ein großes Problem, und da bin ich als Abwehrchef verantwortlich, ist sicher unsere mangelnde Abwehrarbeit.
Probleme in der Abwehr
Wir haben überall Weltklasse-Leute, aber viele haben in ihrer Karriere wenig oder gar nicht in der Abwehr gespielt. Ich versuche ihnen zu helfen, wo ich kann, aber wenn es zu viele sind, wird es für mich auch schwierig. Wir müssen uns da auf jeden Fall steigern.
Insgesamt kann man sagen, dass wir eine kleine Serie gestartet hatten und uns jetzt alles wieder kaputt machen. Einfach schade.
Gute Chancen haben wir immerhin noch in der Champions League. In der Hauptrunde haben wir Celje und Chambery zugelost bekommen. Zu Chambery kann ich nicht viel sagen, weil ich sie zu wenig kenne, aber auf Celje und die supergeile Atmosphäre in der Halle freue ich mich sehr.
Kiel gewinnt die Champions League
Und nicht nur ich, auch mein Mitspieler Sergej Harbok. Celje ist ja sein alter Verein. Ich habe eigentlich nur gute Erinnerungen, zuletzt haben wir mit der Nationalmannschaft dort gewonnen. Hoffentlich gelingt uns das auch. Die Gruppe ist reizvoll, aber auch machbar.
Die beste Mannschaft der Welt ist, wenn ich mich entscheiden müsste, für mich ganz klar Kiel. Ciudad habe ich jetzt länger nicht gesehen, aber wie Kiel jetzt Barcelona auseinander genommen hat, war einfach stark.
Der THW hat mit Thierry Omeyer den besten Torwart der Welt. Und wenn man sieht, wer bei denen alles aufläuft und mit welchem Tempo sie spielen, habe ich keinen Zweifel, dass sie die Champions League gewinnen.
Noch ein Wort zur möglichen Champions-League-Reform. Es ist wieder im Gespräch, dass auf 24 Teams abgespeckt wird und dass es ein Final-Four-Turnier gibt. Wenn es bedeutet, dass am Ende weniger Spiele auszutragen sind, bin ich dafür.
Bis zum nächsten Mal.
Euer Oliver Roggisch
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